Das Labyrinth
im Ostgarten

Was ist ein Labyrinth?

Ein Labyrinth im engeren Sinne ist die künstlerische Gestaltung eines verschlungenen Weges, der unter häufigem Richtungswechsel zum Mittelpunkt der konzentrisch gestalteten Anlage geleitet. Labyrinthe führen (im Gegensatz zu Irrgärten) nicht in die Irre und kennen auch keine Sackgassen. Sie werden seit Jahrtausenden konstruiert, um Menschen, die sie begehen, in eine langsame Gangart einzuüben. Neben die Zweckrationalität, die unser Leben von Tag zu Tag bestimmt und über weite Strecken auch bestimmen muss, stellt das Labyrinth eine andere, komplementäre Sichtweise des Lebens: Es kann bereichernd, erhellend, vertiefend sein, sich dem Ziel auf Umwegen, langsamer, intensiver zu nähern.

Labyrinth und Spiritualität

Nicht umsonst ist die Kunstform des Labyrinths in der christlichen, besonders in der klösterlichen Tradition so tief verwurzelt. Im Abstreifen von äußerlichen Einflüssen und in der Konzentration auf den Weg zur Mitte, in der alle mystischen Traditionen der Menschheit einen besonderen Ort der Gottesbegegnung ausgemacht haben, kann menschliche Existenz in ihrer ganzen Tiefe und Reichhaltigkeit erfahren werden. Ein Bauwerk in der Form eines Labyrinths unterstützt diesen Weg durch seine in mehreren Umgängen um das Zentrum herum gestaltete Form und hilft dem Suchenden, nicht nur geistig, sondern auch körperlich aufzubrechen.

 

Gernot Candolini,

Erbauer des Frenswegener Labyrinths, geb. 1959, ist Schulleiter der Montessorischule in Innsbruck, Lehrer, Autor und Labyrinthebauer. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema Labyrinth und hat unter anderen die Bücher "Labyrinth - Inspiration zur Lebensreise" (Herder) und "Labyrinth - Wege der Erkenntnis und der Liebe" (Claudius) veröffentlicht.

Termine

7. Oktober, 10.00 Uhr bis 8. Oktober 2017, 14.00 Uhr

Das Labyrinth - Der verschlungene Weg des Lebens

Der Gestalter des Frenswegener Labyrinths, Gernot Candolini, wird in das Thema einführen und das Labyrinth aus verschiedenen Blickwinkeln erfahrbar machen.

Themen: Die Wandlung der Labyrinthform in der Geschichte und seine symbolische Bedeutung. / Das klassische Labyrinth konstruieren und mit einfachen Hilfsmitteln bauen. / Der Irrgarten des Rationalismus und das Labyrinth des Glaubens. / Den Wendungen des Lebenslabyrinths nachsinnen. / Gemeinsam unterwegs sein. / Einüben in das Lesen zwischen den Zeilen anhand biblischer Geschichten (Jona, Zachäus) und anderer Geschichten (Froschkönig).

Anmeldung: bis zum 15. September 2017 an der Klosterpforte, Telefon (05921) 82 33-0 oder über unser

Kontaktformular >

Kosten: Seminar mit Übernachtung/VP im EZ: 180 Euro, im DZ: 165 Euro p.P. Seminar inkl. Verpflegung (ohne Übern.): 145 Euro. Mindesteilnehmerzahl: 15. Der Besuch des öffentlichen Vortrags am Samstagabend ist im Seminarpreis enthalten.

7. Oktober 2017, 17.00 Uhr

Informationsveranstaltung:
Studienreise nach Chartres

Gernot Candolini informiert über seine nächste Studienreise nach Chartres vom 18. bis 24. März 2018.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen.

7. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Vortrag: "Die Kathedrale - Heimat der Seele"

Kathedralen gehören zu den Meisterwerken menschlicher Baukunst. Ihre Größe und Erhabenheit beeindruckt und fasziniert. Kathedralen sind Anziehungspunkte für Touristen, Pilger und Besucher, welche einerseits die Kunstfertigkeit sehen wollen und andererseits einen Ort suchen, an dem man auftanken kann.
Gernot Candolini führt kurz in die Baugeschichte ein, zeigt wunderbare Bilder und erzählt einige der interessantesten Hintergrundgeschichten.

Eintritt: 10 Euro.